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So

06

Mai

2012

Im Mai in Köln: Senegalesisches Kino von Ousmane Sembène - "Moolaadé - Bann der Hoffnung"

Afrikanisches Kino erleben - Africa goes Veedel in Köln!

 

Im Rahmen des Jubiläumsspecial zum 20-jährigen Bestehen des Kölner Afrika Film Festivals „Jenseits von Europa XII – Neue Filme aus Afrika“ werden im Mai Klassiker des afrikanischen Kinos in verschiedenen Kölner Stadtteilen aufgeführt.

 

Fans des senegelesischen Kinos sollten sich dieses Werk des bekannten Regisseurs Ousmane Sembène nicht entgehen lassen: "Moodaadé - Bann der Hoffnung" (Frankreich / Marokko 2004). Uraufgeführt in Cannes ist dieser Film, gezeigt in der Originalfassung mit deutschen Untertiteln, einen Kinobesuch wirklich wert.

 

Im Short Visit nach Senegal, hier auf CaKuMa gibt es noch mehr Infos zu Ousmane Sembène und Moolaadé ...

 

Die Vorstellung findet statt am Mittwoch, den 16. Mai im motoki-Wohnzimmer in Ehrenfeld (Stammstr. 32-34, 50823 Köln). Beginn ist um 21:00 Uhr, Einlass ab 20:30 Uhr. Das Highlight: Der Eintritt ist frei!

 

Szene aus dem Film Moolaadé - Bann der Hoffnung des senegalesischen Regisseurs Ousmane Sembène. Filmszene aus Moolaadé (Pressefoto: Filminitiativ Köln)
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Sa

05

Mai

2012

Für eine bessere Zukunft: Oglala-Sioux-Indianer verklagen US-Brauereien

Zwei Kinder der Native Americans in festlicher Kleidung bei einem Pow-Wow in den USA. Für eine bessere Zukunft der kommenden Generationen setzen sich die Oglala Lakota ein. (Foto: Copyright Rainer Gräser, Pixelio)

Die Oglala-Sioux-Indianer im US-Bundesstaat South Dakota haben im März 2012 Klage gegen mehrere Brauereien und Spirituosenhändler in den USA eingereicht. Die Lakota-Nation gibt den Brauereien eine Mitschuld für das Alkoholismusproblem in ihrem Reservat.


Die Konzerne sollen wissentlich zum Alkoholkonsum in der Pine Ridge Reservation beigetragen haben und somit zu einem wesentlichen Teil das Problem des Alkoholismus mitverursacht haben. Die Indianer leiden darunter, dass viele ihrer Stammesmitglieder chronisch alkoholabhängig sind.

 

Konsum trotz Verbot

Obwohl Verkauf und Konsum von Alkohol im Reservat seit 1832 verboten sind, brauchen die Stammesmitglieder nur die nahe Grenze nach Nebraska überqueren um im Ort Whiteclay vier Getränkeläden vorzufinden. Nach Angaben des Stammesanwalts Tom White werden dort jeden Tag mehr als 13.000 Dosen Bier verkauft, die zum großen Teil ins Indianerreservat gelangen.

 

"Wir sind ein souveräner Staat und handeln wie die US-Regierung in ihren verschiedenen Klagen gegen die Tabakkonzerne," sagte der Präsident der Oglala-Sioux, John Yellow Bird Steele zu der Klage, in der die Lakota von den Brauereien umgerechnet etwa 380 Millionen Euro Kompensation für die erlittenen Gesundheitsschäden und andere Folgen fordern.

 

Leidtragende sind die Kinder

Die Leidtragenden des ausufernden Alkoholismus sind vor allem die Kinder. Jedes vierte Kind, so die Klageschrift, leidet an Spätfolgen, weil die Mütter während der Schwangerschaft Alkohol zu sich genommen haben. Auch liegt, so die Ausführungen in der Klage, die Lebenserwartung in der Stammesgemeinschaft nur bei 45 bis 52 Jahren, also weit unter dem US-Durchschnitt von 77,5 Jahren.

  

"Der Alkohol zerstört unsere Gemeinschaft", sagte Stammespräsident Steele. Die in der Vergangenheit geführten Gespräche mit dem Gouverneur und den Abgeordneten Nebraskas seien, so sagt er, fruchtlos verlaufen. Da die Bierbrauer und Händler, so sein Vorwurf, um die Konsequenzen des Alkoholschmuggels wissen und nichts unternehmen, um den Alkoholschmuggel zu unterbinden, bleibt nur der Weg über die Justiz. 

 

Handeln mit Weitblick

Nachdem die Indianer, die amerikanischen First Nations, in Laufe der US-amerikanischen Geschichte Ihrer kulturellen Identität, Ihres Lebensraums und Ihrer Lebensweise beraubt wurden, haben sich die verschiedenen Stammesgruppen in den letzten Jahrzehnten auf Ihre Wurzeln besinnt und neuen Stolz auf ihre Herkunft entwickelt.

 

Dass nun versucht wird, zum Wohle der Familienstrukturen und mit Weitblick auf die Zukunftschancen der kommenden Generationen, das weit verbreitete Alkoholproblem in den Griff zu bekommen, ist verständlich. Und dass dies in Form einer Klage geschieht, das ist in einem Land wie den USA nun wirklich nicht verwunderlich. 

 

Wir finden, die Klage im Rahmen der Bemühungen zur Verbesserung der Lebensbedingungen auf der Pine Ridge Reservation hat einen fairen Prozess verdient!

 

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Sa

14

Apr

2012

Africa goes Veedel - Retrospektive des afrikanischen Kinos zum Jubiläum des Afrika Film Festivals in Köln

Das Plakat zum Film Lumumba, der im Rahmen von Afrika goes Veedel in Köln gezeigt wird (Pressebild: FilmInitiativ Köln). Lumumba - Am 10. Mai in Köln (Pressebild: FilmInitiativ Köln)

Ausgehen in Köln: Zum 20-jährigen Bestehen bietet das Kölner Afrika Film Festival„Jenseits von Europa XII – Neue Filme aus Afrika“ ein Jubiläumsspecial: In 13 Kölner Stadtteilen werden vom 10. Mai bis zum 16. September 20 Klassiker des afrikanischen Kinos zu sehen sein. Africa goes Veedel! 

 

Das 20. Kölner Afrika Film Festival „Jenseits von Europa XII“ findet vom 20. bis 30. September statt. Seit dem ersten Festival im Jahr 1992 ist das Interesse an afrikanischen Filmen so gewachsen, dass FilmInitiativ als Jubiläumsgeschenk 20 Klassiker aus dem afrikanischen Kino quer durch Köln zeigt.

 

Von Mai bis September wird es daher zahlreiche Vorführungen afrikanischer Filme in insgesamt 13 Kölner Stadtteilen geben, ideal zum Ausgehen in Köln. Diese umfassende Retrospektive des afrikanischen Kinos bietet eine gelungene Einstimmung auf das Jubiläumsfestival, bei dem es ab dem 20. September dann 50 neue Filme aus afrikanischen Ländern zu entdecken gilt.

 

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Mo

26

Mär

2012

Neuer Präsident für Senegal

Dakar - Am Sonntagabend war es soweit. Die Auszählung der Wahlstimmen in der Stichwahl hat zu einem Ergebnis geführt. Macky Sall heißt der neue Präsident im Senegal.


Liberal wie der bisherige Amtsinhaber Abdoulaye Wade, war der 50-jährige Macky Sall früher Regierungschef. Bereits wenige Stunden nach der Schließung der Wahllokale hat der bisherige Amtsinhaber Abdoulaye Wade eingestanden, dass er bei der Stichwahl um das Präsidentenamt im Senegal unterlegen war. Laut dem staatlichen Fernsehsender RTS gratulierte er seinem Herausforderer Macky Sall telefonisch.

 

Zwar werden die offiziellen Wahlergebnisse erst am Dienstag oder Mittwoch erwartet, ein Berater Salls sagte jedoch, dass Wade mit dieser Anerkennung den Sieg Salls bestätigt habe. In den meisten Wahllokalen, selbst im Wades Wahlkreis Dakar, lag Sall offensichtlich vor Wade.

 

Tausende Senegalesen versammelten sich am Sonntagabend im Zentrum der Hauptstadt Dakar um den Wahlsieg Ihres Favoriten zu feiern. Insgesamt wurden die Wahlen von 300 ausländische Beobachtern, vor allem von der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft (ECOWAS), der Afrikanischen Union und der Europäischen Union überwacht.

 

Zur Wahl des Präsidenten waren insgesamt 5,3 Millionen Menschen aufgerufen. Im ersten Durchgang lag der bisherige Amtsträger mit 34,8 Prozent vorne, während Sall mit 26,6 Prozent den zweiten Platz belegte. Vor der Stichwahl erhielt Macky Sall jedoch die Unterstützung der zwölf Kandidaten, die bereits im ersten Wahlgang ausgeschieden waren.

 

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So

25

Mär

2012

Senegal: Die zweite Runde!

Im Senegal wird ein neuer Praesident gewaehlt Dakar - Im Senegal geht die Präsidentschaftswahl in die zweite Runde

Es ist soweit! Heute geht es im westafrikanischen Land Senegal in die zweite Wahlrunde für das Präsidentschaftsamt. 

 

Nachdem es im ersten Wahlgang zu keinem eindeutigen Ergebnis gekommmen ist, haben die Senegalesinnen und Senegalesen heute erneut die Möglichkeit, sich für einen der Kandidaten zu entscheiden. Nachdem es im Laufe des letzten Jahres immer wieder zu Protesten und Ausschreitungen gekommen war, bleibt abzuwarten ob der derzeit amtierende Präsident Abdoulaye Wade eine weitere Chance erhält oder ob die Wahl zugunsten des Herausforderers Macky Sall ausfallen wird.

 

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Di

28

Feb

2012

Senegal: Kommt ein neuer Präsident?

.... oder gibt es eine neue Amtszeit für den derzeit amtierenden Präsidenten Abdoulaye Wade? Nach den gestrigen Präsidentschaftswahlen im westafrikanischen Land Senegal steht das Ergebnis noch aus.

 

In den vergangenen Monaten ist es immer wieder zu Protesten in der Hauptstadt Dakar gekommen. Vor allem jungen Leute haben Ihren Unmut über die wirtschaftliche Situation im Land und den Mangel an Arbeitsplätzen deutlich zum Ausdruck gebracht.

 

Gestern konnten die Senegalesinnen und Senegalesen aus 14 Kandidaten ihren künftigen Präsidenten wählen. Das Ergebnis steht noch aus. Bekommt der amtierende, bereits weit über 80 Jahre alte Präsident Wade ein weiteres Mal die Mehrheit der Stimmen oder entscheidet das Volk sich für frischen Wind im Präsidentenpalast? Auch eine zweite Wahlrunde wird derzeit nicht ausgeschlossen. 

 

CaKuMa wird berichten ...

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So

01

Jan

2011

HAPPY NEW YEAR!!!

CaKuMa wünscht allen Leserinnen und Lesern ein frohes, gesundes und erfolgreiches Jahr 2012 mit vielen wunderschönen Momenten, tollen Erlebnissen und ganz ganz viel Spaß!

 

Lasst es Euch gut gehen und macht Eure Träume wahr!!!

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So

11

Sep

2011

Zehn Jahre nach dem Attentat - Die Auswirkungen von 9/11

Zehn Jahre ist es her, dass die Attentate von islamistischen Extremisten auf das New Yorker World Trade Center Menschen auf der ganzen Welt und Anhänger aller Religionen erschütterten. 

 

Seitdem wurde Mißtrauen geschürt, es wurden Kriege geführt und dabei grundsätzliche Menschenrechte ausser Kraft gesetzt. Viele unschuldige Menschen haben dabei ihr Leben gelassen.

 

Wir müssen aus den Ereignissen des vergangenen Jahrzehnts lernen und heute den Opfern aller Seiten gedenken. Und wir dürfen vor allem nicht vergessen, dass in allen Religionen nur eine kleine Minderheit dem Extremismus zugetan ist.

 

Wir nutzen diesen Tag und plädieren für eine sichere Welt und ein friedliches Miteinander!

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So

11

Sep

2011

"No more fear - Ende der Angst?" Cineastische Reflexionen der Aufstände in Nordafrika

Im Oktober zeigt Filminitiativ Köln im Museum Ludwig Filme, die während der Proteste in Nordafrika gedreht wurden.

 

Zu den Filmen, die vom 07. bis 09. Oktober 2011 gezeigt werden, gehört der Dokumentarfilm "No more fear" aus Tunesien. Darin vermitteln eine Menschenrechtsanwältin, eine Bloggerin, ein Journalist und Leute von der Straße eindrucksvoll, wie sehr die Überwindung der eigenen Angst und die Befreiung von der diktatorischen Willkür ihren Alltag verändert hat.

In der anschließenden Diskussion mit Rhiadh Jouili (Helft Tunesien e.V., Köln) wird auch versucht, mit der Bloggerin Lina Ben Mhenni eine Skype Live-Verbindung herzustellen. Ben Mhenni war maßgeblich an den Aktionen zum Sturz Ben Alis beteiligt.

 

"Laïcité Inch’Allah", ein Dokumentarfilm von der tunesischen Filmemacherin Nadia El Fani, ist ein Plädoyer für eine säkulare Gesellschaft. El Fani, die für diese Dokumentation Todesdrohungen erhielt, wird persönlich zu Gast und auch ihren Spielfilm "Bedien Hacker" vorstellen. Im Film sendet eine Computer-Hackerin aus einer abgelegenen Oase politische Botschaften per Satellit in Fernsehsendungen. In Anbetracht der Bedeutung, die Internet, Facebook und Handys für die politischen Bewegungen in Nordafrika haben, erweist sich dieser Politthriller im Nachhinein als geradezu prophetisch.

 

Mit Filmen und einer Podiumsdiskussion mit Gästen, die die Flüchtlingslager an der tunesisch-libyschen Grenze besucht haben, werden in der Veranstaltung "Gestrandet vor der Festung Europa – Kriegsflüchtlinge in Nordafrika" die Folgen des Kriegs in Lybien thematisiert. Seit Anfang 2011 hat dieser Krieg mehr als eine Million Menschen in die Flucht getrieben, vor allem nach Tunesien und Ägypten.

 

Auch "18 days" ein aktueller Film aus Ägypten, der beim Festival in Cannes im Frühjahr seine Weltpremiere erlebte, wird erstmals in Köln und NRW gezeigt werden. Zehn Regisseure reflektieren darin in Kurzspielfilmen die 18 Tage anhaltenden Proteste bis zur Abdankung Hosni Mubaraks.

 

Auf der Webseite von Filminitiativ Köln e.V. gibt es weitere Infos sowie die genauen Termine.

 

Eine Bildergalerie gibt es außerdem in den CaKuMa News ...

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Mi

31

Aug

2011

Traditionelle Musik aus Senegal - Griots als Überlieferer von Traditionen

Ob bei Dorffesten, Hochzeiten, Fernsehshows oder Staatsempfängen - Griots sind als Musiker und Dichter in Westafrika allgegenwärtig. Für die Überlieferung von Traditionen sind sie unverzichtbar. Ihnen ist es zu verdanken, dass in Westafrika immer noch viel Wert auf Überlieferungen gelegt wird. Der bekannte senegalesische Musiker Youssou N`Dour trägt diese Tradition in die Welt hinaus. 

 

Lesen Sie die komplette Reportage, natürlich hier auf CaKuMa ....

 

 

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Do

28

Jul

2011

Das offene Instant-Geheimnis

Foto: Abou Sow

Was hat es auf sich mit dem offenen Instant-Geheimnis?

Und was genau ist eigentlich Ataya?

 

Die Antworten gibt es hier, im Bereich Esskultur in unserem SHORT VISIT nach Senegal ...

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Do

14

Jul

2011

Wie war Bob Marley? Rita weiß es!

Der weltbekannte Reggae-Musiker und jamaikanische Nationalheld Bob Marley hatte ein bewegtes Leben. Wer könnte es besser erzählen als seine Frau Rita. Sie erzählt in ihrem autobiographischen Roman "No woman no cry" von Ihrem Leben an der Seite eines Superstars. Lust zu lesen? Hier die Rezension ... 

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Do

07

Jul

2011

"How Stella got her groove back"- Sommerlektüre und Feel-Good-Movie

Mädels, wer für den Sommerurlaub eine Lektüre sucht, die das wahre Leben mit romantischem Karibik-Feeling vereint, für den ist "How Stella got her groove back" die richtige Wahl: 

 

Die 40-jährige Stella, attraktiv und beruflich erfolgreich wird von ihrer besten Freundin zum Jamaika-Urlaub überredet. Dort trifft sie den Jamaikaner Winston, der Stellas Herz mit Charme und Humor erobert. Der Haken an der Sache? Winston ist erst Anfang zwanzig.

 

"How Stella got her groove back" ist leichte Unterhaltung für heiße Tage. Das Buch von Terry McMillan ist die ideale Begleitung für lange Strandtage und der Film mit Angela Bassett und Taye Diggs in den Hauptrollen holt an kühleren Sommerabenden die Sonne Jamaikas ins Wohnzimmer.

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Mi

29

Jun

2011

Schwere Ausschreitungen im Senegal

Außenansicht der Mauer um den Präsidentenpalast in Dakar Was sich derzeit hinter den Mauern des Präsidentenpalastes abspielt löst massive Proteste aus. Foto: Lisa Feldmann

Die Unruhen gehen weiter. Aktuell gibt es in Dakar Proteste gegen die vom Präsidenten vorgeschlagene Verfassungsänderung und die häufigen Sromausfälle.

Fast täglich gibt es für Stunden keinen Strom, auch 30 Stunden ununterbrochenen Elektrizitätsausfall mussten die senegalesischen Stromkunden bereits hinnehmen. Den Senegalesen reicht es.

 

Für alle, die durch die etwas schleppende Berichterstattung Hierzulande noch nichts von dem revolutionären Funken gehört haben, der sich seit den letzte Woche Donnerstag in letzter Sekunde vereitelten Plänen zur Verfassungsänderung in Senegal entfacht hat, hier die Infos:

 

24. Juni 2011

SCHWERE AUSSCHREITUNGEN IM SENEGAL

Nach massiven Protesten in der Hauptstadt Dakar hat Senegals Präsident seine Pläne zur Vereinfachung seiner Wiederwahl zurückgezogen.

TEXT: LISA FELDMANN

 

Dakar. Am Donnerstag erschütterten schwere Unruhen die senegalesische Hauptstadt Dakar. Bei den Massenprotesten trugen zahlreiche Menschen zum Teil schwere Verletzungen davon. Zu den Verletzten gehörte auch Alioune Tine, Menschenrechtsaktivist und Präsident der panafrikanischen Organisation RADDHO (Afrikanische Versammlung zur Verteidigung der Menschenrechte).

 

Auslöser waren Pläne zur Vereinfachung der Präsidentenwahl. Der amtierende Präsident Abdoulaye Wade hatte Pläne für eine Verfassungsänderung vorgelegt, nach denen die Bestimmungen für eine Wiederwahl im kommenden Jahr im ersten Wahlgang nur noch 25 Prozent der Stimmen benötigt würden, anstatt der bisherigen 50 Prozent. Diese Änderung hätte am Donnerstag vom Parlament beschlossen werden sollen.

 

Die stark zersplitterte Opposition hatte den Vorschlag bereits im Vorfeld scharf kritisiert, da Wades Sieg damit so gut wie sicher wäre. Dafür dass der 85-jährige Präsident eine weitere Amtszeit überhaupt in Erwägung zieht, haben auch viele Bürger kein Verständnis. Sie vermuten, dass er die Wahl gewinnen und die Macht an seinen im Volk wenig beliebten Sohn Karim Wade übertragen wolle.

 

Bei den schwersten Unruhen seit Wades Amtsantritt 2000 setzte die Polizei auch Gummigeschosse und Tränengas auf den Straßen der senegalesischen Hauptstadt ein. 

Mit Parolen wie "Wir sind das Volk" und "Senegal ist keine Monarchie" demonstrierten die Menschen auch in anderen Städten Senegals.

 

Zwar zog Präsident Wade am Donnerstagabend die umstrittenen Vorschläge zurück, doch einige Verfassungsreformvorschläge sollen sich noch auf der Agenda befinden. Man wolle weiterdemonstrieren, so der Oppositionspolitiker Ibrahima Sene, bis Präsident Abdoulaye Wade zurücktrete. (lf)

 

 

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Di

28

Jun

2011

CaKuMa jetzt auch auf Facebook

Ausschnitt facebook-Seite CaKuMa

Es ist soweit: Neues aus Caline`s Kulturmagazin gibt`s jetzt auch auf Facebook. Wann immer es etwas Neues gibt, wird auf unserer Facebook-Seite darauf hingewiesen.

Feel free to add us!!!

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So

26

Jun

2011

"Stand up for Love": Vom 1.-3. Juni findet das 26. Summerjam am Fühlinger See in Köln statt!

Drei Summerjam-Flaggen im Wind Pressefoto: summerjam.de

Das Motto des 26. Summerjam Festivals ruft dazu auf, sich mit Respekt und Toleranz füreinander einzusetzen. Vom 1. bis zum 3. Juli 2011 präsentieren wieder hochkarätige internationale Künstler Reggae und Dancehall vom Feinsten. Fans aus ganz Europa machen sich auf den Weg nach „Cologne Bay“ um drei Tage Karibikfeeling mitzuerleben.

Mehr zu Programm und Künstlern ...

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Sa

25

Jun

2011

Neu: SHORT VISIT nach Jamaika!

Strand auf Jamaika Foto: Kora Kaminski

Kommen Sie mit uns nach Jamaika, der Sonneninsel in der Karibik.

 

Jamaika hat als drittgrößte Insel der Großen Antillen einiges zu bieten. Seine Bevölkerung ist, wie das Land mit seinen spektakulären Landschaften, bunt und vielfältig und die Menschen sind gut darin, das Beste aus den oft nicht leichten Lebensumständen zu machen.

 

Entdecken Sie in unserer neuen Rubrik SHORT VISIT nach JAMAIKA das Land, seine Geschichte und Kultur. Wir nehmen Sie mit in alle Bereiche des jamaikanischen Lebens.

 

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Fr

10

Jun

2011

"Let`s light a light" Amnesty International-Woche in Köln

Vom 11. bis 17. Juni 2011 findet anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Menschenrechtsorganisation die Amnesty-Woche in Köln statt. Ausstellungen, Lesungen und als Höhepunkt ein Konzert mit Gentleman & The Evolution sollten wir uns nicht entgehen lassen!

Hier geht`s zum Programm auf der Webseite von Amnesty Köln ... 

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Sa

28

Mai

2011

Soul Rebel - Bob Marley

Video: ivancantorg auf YouTube  

 

Auch dreißig Jahre nach seinem Tod ist der jamaikanische Reggae-Musiker Bob Marley unvergessen. Seine Musik ist allgegenwärtig und dient auch heute vielen Musikern als Vorbild für ihre eigene Arbeit.

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Sa

28

Mai

2011

Amnesty International - 50 Jahre voller Einsatz für die Menschenrechte

Video: AmnestyInternational auf YouTube

 

Amnesty International ist die weltweit größte Menschenrechtsorganisation. Die von Regierungen, politischen Parteien, Ideologien, Wirtschaftsinteressen und Religionen unabhängige Mitgliederorganisation wendet sich auf Grundlage der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte gegen schwerwiegende Verletzungen der Rechte von Menschen auf Meinungsfreiheit, auf Freiheit von Diskriminierung und auf körperliche und geistige Unversehrtheit. 

 

Die Menschenrechtsarbeit von Amnesty International stützt sich auf ein globales Netz von Beobachtern und ehrenamtlichen Mitarbeitern. Sie erstellen Berichte und weisen auf Verstöße gegen internationale Menschenrechtsnormen hin. Diese Berichte werden auf verschiedenen Wegen an Politiker, internationale Organisationen, Multiplikatoren und Journalisten herangetragen und öffentlich gemacht.

 

Neben der Hilfe für Opfer von Menschenrechtsverletzungen ist Aufklärung und Bewusstseinschaffung, unter anderem durch öffentliche Kampagnen eine zentrale Aufgabe von Amnesty International. Für ihren Einsatz erhielt die Organisation bereits 1977 den Friedensnobelpreis.


Der Einsatz für die Menschenrechte ist einfach. In der Vielzahl der ehrenamtlichen Gruppen, die zu unterschiedlichen Ländern und Themen arbeiten, kann jeder Interessierte sich für diejenigen menschenrechtsrelevanten Themen einsetzen, die ihm besonders am Herzen liegen. Auf der deutschen Webseite von Amnesty International gibt es umfassende Informationen zu den verschiedenen Möglichkeiten der Mitarbeit. (lf)

 

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Sa

21

Mai

2011

Festival "AFRICOLOGNE" Westafrikanisches Theater in Köln

Szene aus "Fatma" (Pressefoto: Pascal Maine)

FESTIVAL "AFRICOLOGNE"

WESTAFRIKANISCHES THEATER IN KÖLN


Um das Miteinander in einer globalen Gesellschaft geht es vom 22. bis 28. Juni 2011 beim africologne-FESTIVAL im Theater im Bauturm sowie im Rautenstrauch-Joest-Museum.

 

Das Festival präsentiert modernes (west-)afrikanisches Theater. Auf dem Programm stehen sieben Theater-Produktionen, darunter zwei Europa-Premieren und vier Deutschland-Premieren bzw. Erstaufführungen im deutschsprachigen Raum.


Ziel der Veranstalter ist die Eröffnung eines einen anderen Blickes auf die komplexen Kulturen (West-)Afrikas. Modern und dennoch traditionsbewusst sind die Stücke, die auf Französisch und auf Mooré, einer Sprache aus Burkina Faso vorgeführt werden. 

 

Im Anschluß an die Aufführungen laden Publikumsgespräche und die Podiumsdiskussion „Entwicklung heißt sich entwickeln“ zum interkulturellen Austausch ein. Ein Rahmenprogramm mit szenischen Lesungen und einer Führung im Rautenstrauch-Joest-Museum rundet das africologne-Festival ab. (lf)

 

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Sa

21

Mai

2011

Ein Hoch auf den Einfallsreichtum!!! Hier hat sich jemand wirklich Mühe gegeben!

Video: MattandGinny auf YouTube

 

UNSER FUNDSTÜCK DES MONATS

"Ein Hoch auf den Einfallsreichtum"

Dass Hochzeiten derzeit im Trend sind wissen wir spätestens seit der Hochzeit von Prinz William und Kate Middleton. Aber funktioniert Romantik auch im wirklichen Leben? Wir haben entdeckt, dass es geht. Wie ein wirklich gelungener moderner Antrag aussehen kann, sehen Sie hier. Viel Spaß!

 

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Mi

11

Mai

2011

Dokumentarfilm "Die Stämme von Köln"

Am 13. Mai findet in Kölner Radstadion Open Air die Premiere eines Dokumentarfilms über die "Kölner Stämme" statt. In der Domstadt gibt es viele Vereine, die sich - nicht nur an Karneval - anderen Lebenswelten verschrieben haben. 

 

Die Ethnologin und Filmemacherin Anja Dreschke hat über mehrere Jahre rund 80 Kölner Vereine begleitet, deren Mitglieder sich als Hunnen, Mongolen, Wikinger, Indianer oder Afrikaner verkleiden und in ihrer Freizeit aufwendige Kostüme, Waffen und Zelte herstellen. In inszenierten Rollenspielen stellen sie die Lebenswelten vergangener Epochen und anderer Völker nach.

 

Im Film wird dieser kreative Prozess der Aneignung von und Transformation zu anderen Kulturen begleitet und erforscht. Regulärer Kinostart in der Filmpalette Köln ist 19. Mai 2011.

 

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Fr

29

Apr

2011

Royale Hysterie oder Trend zur Tradition?

Heute heiraten Prinz William und Kate Middleton in der Westminster Abbey in London. Zu diesem Anlass stehen nicht nur die Engländer sondern Millionen Fans des englischen Königshauses in der ganzen Welt kopf.

 

Unzählige Kamera- und Presseteams haben sich bereits an den Schauplätzen von Zeremonie und Hochzeitszug versammelt und hoffen, dass sich das Wetter hält und eine offene Hochzeitskutsche nach der Trauung gute Fotos ermöglicht. Fans drängen sich hinter den Absperrgittern und in der ganzen Stadt herrscht aufgeregte Vorfreude.

 

Woran liegt es, dass eine Hochzeit ein solch universelles Interesse auslöst und Händler sich mit kitschigen Souvenirs eine goldene Nase verdienen können? Warum wird in einer wirtschaftlich schweren Zeit eine solch teure Hochzeit gefeiert, die so manchem englischen Steuerzahler die Schweißperlen auf die Stirn treibt? Ist es royale Hysterie oder besinnen wir uns zurück auf alte Traditionen? Schließlich handelt es sich um eine regelrechte Bilderbuchhochzeit und welches Mädchen wollte nicht schon einmal Prinzessin sein?

 

Wir finden ausnahmsweise mal, dass es egal ist worin der Hype um das Ja-Wort von "Will und Kate" begründet liegt. Heiraten werden sie sowieso, da können wir auch gleich den Alltag für ein paar Stunden aussperren, das Karnevals-Krönchen herauskramen und die Zeremonie im Fernsehen verfolgen. Und dabei können wir uns dann ein klein wenig wie eine Prinzessin fühlen!

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Sa

19

Mär

2011

Japan vor der Katastrophe?

„DIE GEISTER, DIE WIR RIEFEN“

Die Gefahr der Atomkraft, die nach Erdbeben und Tsuami in Japan außer Kontrolle zu geraten scheint, erschüttet die Welt. TEXT: LISA FELDMANN

 

Acht Tage ist es her, dass in Japan die Erde bebte. Mit der Stärke von annähernd 9 auf der Richterskala richtete das Beben großen Schaden an. Doch als sei die Zerstörung dadurch nicht bereits groß genug kam dann der Tsunami. Die große Welle riss alles mit sich. Wer sich in ihrem Weg befand konnte nur hoffen, mit dem Leben davon zu kommen. An manchen Orten ist die Zerstörung so vollständig, dass nicht einmal die Grundmauern der Häuser der Flut standgehalten haben. Unzählige Menschen haben diese Naturgewalten mit ihrem Leben bezahlt.

 

Von einem Hügel aus lässt ein älterer Mann seinen Blick über die Überreste des Nachbardorfes schweifen. Viele der ehemaligen Bewohner sind gestorben oder werden vermisst. Er selbst hatte Glück, sagt er gegenüber einem deutschen Kamerateam, er wohnt auf der anderen Seite des Hügels. „So einen Tsunami,“ sagt er, „gibt es hier nur alle Tausend Jahre.“ Sollte er Recht behalten, könnten die Menschen bald wieder anfangen, ihre Häuser aufzubauen. Die Zerstörung durch eine Naturkatastrophe sind groß. Aber sie können mit der Zeit überwunden werden.

 

Die unsichtbare Gefahr 

Die wirkliche Bedrohung für das hochentwickelte Japan liegt aber nicht in den offensichtlichen Naturgewalten. Was das Land derzeit am meisten erschüttert ist subtiler. Es ist die unsichtbare Gefahr aus dem Norden des Landes. Dort wo radioaktive Strahlung aus den Atomreaktoren von Fukushima ausgetreten ist, flüchten die Menschen vor der akuten Gesundheitsgefahr. Nicht sichtbar, nicht riech- oder schmeckbar ist die radioaktive Strahlung eine Gefahr für alles Leben. Sie löst Krankheiten aus, schädigt das Erbgut und kann sogar tödlich sein. Einmal entstandene Schäden sind nicht rückgängig zu machen.

 

Mitarbeiter in Ganzkörper-Schutzanzügen untersuchen die Flüchtenden auf die Strahlung hin, der sie bereits ausgesetzt waren. Liegt der Wert über einer bestimmten Grenze, müssen die Menschen ihre verstrahlte Kleidung zurücklassen. Einige weisen so hohe Werte auf, dass sie sich gar in Quarantäne begeben müssen.

 

Verzweifelte Ruhe 

So weit wie möglich in den Süden des Landes wollen die Menschen. Bahnhöfe und Flughäfen sind überfüllt. In langen Schlangen warten die Menschen geduldig bis sie an der Reihe sind. Die japanische Ruhe und Gelassenheit, die hier so deutlich wird, ist jedoch nur oberflächlich. Fast jeder hier vermisst irgendjemanden, hat Verwandte verloren. Offene Verzweiflung halten die Menschen aber wenn möglich zurück.

 

Auch in Tokio, wo die Menschen lange sehr ruhig waren, macht sich Sorge breit. Mit Hamsterkäufen versuchen die Bewohner sich für alle Eventualitäten zu rüsten. Wer kann, macht sich nun doch auf den Weg in den Süden. Weg von Fukushima ist derzeit für viele das Wichtigste. Vor allem Familien mit Kindern machen sich Sorgen um die Gesundheitsrisiken durch die atomare Strahlung.

 

In Fokushima selbst, dort wo es vor einigen Tagen Explosionen in mehreren Reaktorblöcken gegeben hat, wachen mittlerweile nur noch 50 Mitarbeiter der Atomkraftwerks über die schwelenden Brennstäbe. Längst scheint die Lage außer Kontrolle geraten. Die Schäden durch Erdbeben und Tsunami sind zu groß als dass einige Menschen die Situation noch in den Griff bekommen könnten. Alles was sie versuchen, ist die Kühlung der Brennstäbe so lange wie möglich zu gewährleisten. Fast unmöglich, da die Reaktorblöcke seit den Explosionen kaum mehr zu betreten sind. Zu hoch ist die Strahlung. Es ist ein Himmelfahrtskommando. Die verbliebenen Mitarbeiter opfern ihr Leben für die Sicherheit von Hunderttausenden.

 

Die Welt in Aufruhr 

Menschen aus der ganzen Welt sitzen derzeit vor den Fernsehschirmen und beobachten fassungslos wie die von Menschen nutzbar gemachte Atomkraft sich dem menschlichen Einfluss zu entziehen droht. Außer Kontrolle geratene Atomkraft, so wird mehr als 20 Jahre nach Tschernobyl wieder einmal deutlich, lässt sich im Extremfall nicht aufhalten. Ein Szenario wie es sich derzeit in Japan ereignet ist in der Sicherheitsplanung von Atomkraftwerken scheinbar überhaupt nicht vorgesehen.

 

Auch die deutsche Bundesregierung scheint von den Vorkommnissen der letzten Tage wachgerüttelt. Die Verlängerung der Laufzeiten für deutsche Atomkraftwerke wurde in einem Moratorium für drei Monate ausgesetzt, ein Kraftwerk wurde komplett abgeschaltet. Offenbar ist man sich nun doch nicht mehr so sicher, dass die Atomkraftwerke hierzulande wirklich sicher sind.

 

Ein frühzeitiger Ausstieg aus der Atomenergie und die Konzentration auf alternative Energien wird weltweit mehr denn je gefordert. Bleibt zu hoffen, dass das dreimonatige Moratorium in Deutschland nicht nur wahlkampftaktische Hintergründe hat sondern ein ernsthaftes Umdenken anstößt. Atomenergie ist zwar effektiv aber sie ist gefährlich. Reaktoren lassen sich im Ernstfall nicht einfach abschalten. Diese Risiken müssen neu überdacht werden. In Deutschland und in Japan genauso wie in allen anderen Ländern der Welt in denen die gefährliche Atomkraft so selbstverständlich genutzt wird. (lf)

 

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Mi

02

Mär

2011

Panafrikanisches Filmfestival in Ouagadougou

Das panafrikanische Filmfestival "Fespaco" findet derzeit in Burkina Faso statt. Seit 1969 kommen jedes Jahr Regisseure, Schauspieler und Filmschaffende aus ganz Afrika in Ouagadougou zusammen. Vom 26. Februar bis 05. März 2011 präsentiert die Fernseh- und Filmindustrie auch in diesem Jahr viel Neues. Seien Sie neugierig auf die aktuellen afrikanischen Filme, die Ihnen neue Welten eröffnen!

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Di

22

Feb

2011

Forum "Dakar Agricole" am 18./19. April 2011

Am 18. und 19. April 2011 organisiert Senegal das internationale Forum "Dakar Agricole". Schwerpunktthemen werden die "Regulierung der Agrarmärkte" und "Weltweite Politik" sein. 

Staatsoberhäupter, Experten und Landwirte aus der ganzen Welt werden sich, einen Monat vor dem Agrartreffen der G20, auf Initiative des Präsidenten Abdoulaye Wade zur Besprechung dieser Themen in in Dakar treffen.

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Sa

12

Feb

2011

Demonstration in Algerien

Nachdem sich Tunesien und Ägypten erfolgreich gegen die bisherigen Regierungen behaupten konnte, werden nun in Algerien die Rufe nach neuen Perspektiven laut. Heute trauen sich viele Algerier auf die Straße um ihren Unmut über die Regierung kund zu tun.

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Fr

11

Feb

2011

Mubarak ist zurückgetreten

Freude in Ägypten: Mubarak ist zurückgetreten. Nach 18 Tagen haben die ägyptischen Protestierenden ihr Ziel erreicht. Laut Angaben der ARD hat Fizepräsident Suleiman vor wenigen Minuten, um etwa 18 Uhr Ortszeit, Mubaraks Rücktritt verkündet. Das Volk jubelt.

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Fr

11

Feb

2011

Ägypten in Aufruhr! Hintergründe zur Lage in den Tourismusgebieten

Die Redaktion ist zurück aus dem Land in dem die Menschen seit Wochen für Demokratie und Menschenrechte auf die Straße gehen, während Staatspräsident Hosni Mubarak an der Macht klebt. Durch die Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes kommen derzeit keine deutschen Touristen ins Land. Wie es denen ergeht, die ihren Lebensunterhalt im Tourismus verdienen und derzeit vor dem Nichts stehen? Dazu mehr in unserer Reportage:

 

Reportage

ÄGYPTENS LEERE KÜSTEN

Für die fast ausschließlich vom Tourismus abhängigen Urlaubsorte am Roten Meer ist die derzeitige politische Situation im Land am Nil eine wirtschaftliche Katastrophe. Leere Straßen, Hotels und Strände prägen derzeit das Bild in der sonst so beliebten Urlaubsregion. TEXT: LISA FELDMANN

 

Schnaufend bleibt das Kamel stehen. Den Kopf hoch erhoben weigert es sich auch nur noch einen weiteren Schritt zu tun. Das bedruckte Tuch, durch ein mit bunten Quasten verziertes Seil auf seinen Höckern befestigt, flattert im leichten Wind, das Meer im Hintergrund funkelt in der heißen Mittagssonne. Das Kamel steht so still als wollte es sich der Unauffälligkeit seiner eigenen Fußspuren anpassen. Fast unsichtbar sind sie, der Sand von den flachen Unterseiten der Hufe nur etwas flach gedrückt.

 

Das Seil, das mit dem bunten Zaumzeug des Tieres verbunden ist, spannt sich sachte. Der Beduine, der das Seil locker in der Hand hält, vertritt offensichtlich die Meinung, dass die Ruhepause nun vorbei ist. Ein fester Ruck und das Kamel setzt sich wieder in Bewegung. Mensch und Tier setzen ihre Wanderung fort. Immer am Strand entlang, von einer Begrenzung zur anderen und zurück. Vorbei an unzähligen dicht gestellten Sonnenliegen, auf denen seit Tagen kein Tourist mehr gelegen hat. Wenn in dem Heer von verwaisten Liegemöglichkeiten doch einmal ein Mensch zu sehen ist, bleibt die Mini-Karawane stehen. „Camel, Camel,“ ruft der Beduine. Doch in diesen Tagen gibt es meistens Absagen. Niemand will mehr reiten und neue Touristen kommen im Moment nicht an den Badestränden am Roten Meer an.

 

Die Gäste bleiben aus  

Es ist leer hier. Das Kinn auf die verschränkten Hände gestützt, betrachtet der Kellner die verwaiste Pool-Landschaft. Kapazitäten für 1300 Gäste hat die Hotelanlage in Hurghada, doch seit das Ägyptische Volk sich gegen ein Regime erhoben hat, das seit mehr als 30 Jahren im Ausnahmezustand regiert, bleiben die Besucher aus. Weniger als 100 Personen beherbergt die Anlage zur Zeit. An Tag 16 nach Beginn der Aufstände in Kairo und anderen großen Städten des Landes sind die Touristenorte am Roten Meer wie ausgestorben.

 

Kleine Läden, Restaurants, Bars und Kaufhäuser trotzen auf der Flaniermeile Hurghadas den leeren Straßen. Tagsüber leuchten Reklametafeln in auffälligen Farben in der Sonne, Nachts werden die Schaufenster durch unzählige Lampen erhellt. Durch die Schaufenster fällt der Blick auf leere Gänge. Doch noch sorgen die Verkäufer dafür, dass die Öffnungszeiten eingehalten werden. Von morgens bis abends stehen oder sitzen sie am Tresen und verfolgen in den Nachrichten wie sich Staatspräsident Hosni Mubarak an die Macht klammert.

 

Die Anzahl der Angestellten in der großen Hotelanlage an deren Strand der Beduine seine Runden dreht, hat sich mittlerweile auf ein Viertel reduziert. Für Muhammad, einen Kellner im Hotelrestaurant, wird die Lage kritisch. Seitdem das deutsche Auswärtige Amt die Reisewarnung für Ägypten ausgesprochen hat, lassen die Reiseveranstalter keine neuen Urlauber nach Ägypten fliegen. Die Anzahl der deutschen Gäste, die normalerweise die Mehrheit im Hotel darstellen, hat rapide abgenommen. Nun stehen täglich die Koffer derjenigen in der Lobby, die auf Druck ihrer Reiseveranstalter die Heimreise antreten müssen. „Viele Touristen wollen bleiben,“ sagt Muhammad. „Sie sehen, dass hier alles Ruhig ist, aber sie werden nach Hause geschickt.“

 

Sorgen um die Zukunft  

Muhammad kommt aus Kairo. Seine Frau und seine kleine Tochter hat er dort zurückgelassen um im Tourismus Geld für die Familie zu verdienen. Er macht sich Sorgen um die Daheim- gebliebenen, auch wegen der Proteste in Kairo und den möglichen Reaktionen des Regimes darauf. Aber noch mehr wegen den wirtschaftlichen Auswirkungen auf sein Land und ganz konkret auf seine Familie. „Normalerweise,“ erklärt er, „arbeite ich zwei Monate durch und habe dann zehn Tage Urlaub. Das verdiente Geld reicht gerade so für diese Zeit, dann muss ich wieder verdienen.“ Nun droht ihm ein längerer Urlaub, Ende ungewiss. Aus Mangel an Gästen schickt die Hotelleitung ihn und viele seiner Kollegen erstmal nach Hause. „Wenn die Touristen wiederkommen, komme auch ich zurück,“ versichert Muhammad und zwingt sich zu einem Lächeln.

 

Bis Mitte Februar gilt derzeit die deutsche Reisewarnung für Ägypten. Danach, so die allgemeine Auffassung des Hotelpersonals, kommen die Ferienflieger wieder gut gefüllt am Roten Meer an. Zumindest hoffen das alle, denn wenn es länger dauert wird es für sie alle problematisch. Ein finanzielles Desaster für alle Beschäftigten.

 

Gestresste Gäste

Die verbliebenen Touristen, die die Situation bisher mit einer gewissen Portion Galgenhumor hingenommen haben, werden langsam unzufrieden. Aufgrund der geringen Anzahl der Gäste ist in der Hotelanlage nur noch ein Restaurant geöffnet, zwei Bars mussten schließen und die Auswahl am Buffet ist sichtlich dezimiert. Die Poolheizung ist abgeschaltet und der Kaffee immer öfter kalt. Überdies, so die mittlerweise gestressten Erholungssuchenden, würden täglich Reiseleiter ins Hotel geschickt um die Gäste darüber zu informieren, dass sie ihre Reise vorzeitig abbrechen müssen und auf andere Flüge umgebucht wurden. So kann es etwa passieren, dass Flugreisende nach Dresden plötzlich auf eine Maschine nach Nürnberg gebucht werden.

 

„Wir können das gar nicht verstehen,“ sagt Wolfgang M. aus Sachsen, „warum müssen wir denn schon nach Hause und warum lassen die aus Deutschland niemanden mehr hier einreisen? Das ist doch reine Panikmache in den Medien, das wird alles hochgepusht. Würden die mal die Touristen in den Badeorten interviewen, wüssten alle, dass es nicht gefährlich ist hier Urlaub zu machen.“ Bei den Gästen vor Ort ist mittlerweile der Eindruck entstanden, dass die deutliche Reisewarnung für die Region am Roten Meer jeder Grundlage entbehrt. „Nur einmal in der letzten Woche gab es in der Innenstadt von Hurghada eine kleine Demonstration als wir gerade mit dem Taxi dort ankamen,“ erklärt die 79-jährige Deutsche Inge K. „Wir waren schon überrascht. Aber die Leute waren ja alle so nett. Gefährlich war es nicht.“

 

Schwierige Situation  

Der Kellner Muhammad lässt den Blick über die leere Hotellobby schweifen und zuckt die Achseln. „Die Proteste sind gut,“ sagt er, „auch wenn nicht alle gegen Mubarak sind. Aber es ist gut, dass sich etwas ändert.“ Und mit einem Seufzer fügt er hinzu: „Aber für uns hier ist das eine schwierige Situation.“

 

Die Verkäufer in den Läden auf Hurghadas Flaniermeile werden in den nächsten Tagen ihre Geschäfte für eine Weile schließen. Es gibt keine Kunden mehr. Und auch der Beduine, der mit seinem Kamel am Strand seine Runden dreht wird sich vielleicht für einige Zeit zu seiner Familie zurückziehen. So lange, bis es an den Küsten des Roten Meeres wieder Touristen gibt, die den Strand von einem schaukelnden Kamelrücken aus erkunden möchten. (lf)

 

 

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